Ein Schaufenster für die Hamburg-China-Beziehungen

Der Klang von fernöstlichen Melodien, der intensive Geruch von Kräutern oder die fließenden Bewegungen des Taiji – die CHINA TIME verwandelt vom 7. bis zum 25. November die Hansestadt in das Reich der Mitte. Wolfgang Schmidt, Staatsrat für auswärtige Angelegenheiten, erklärt im Interview mit der Redaktion der Senatskanzlei, was China und die Hansestadt verbindet und welche spannenden Veranstaltungen die Besucherinnen und Besucher erleben können.

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Ein Schaufenster für die Hamburg-China-Beziehungen

Redaktions-Team: Herr Schmidt, warum veranstaltet Hamburg eigentlich zum sechsten Mal die CHINA TIME?

Wolfgang Schmidt: Die CHINA TIME ist eine tolle Sache. Hamburg hat seit vielen Jahren enge Verbindungen zu China, vor allem natürlich zu unserer Partnerstadt Shanghai. Mit der CHINA TIME stellen wir alle zwei Jahre diese Freundschaft, die sich ja nicht auf Handel und Industrie beschränkt, der Öffentlichkeit vor. Alles, was China und Hamburg verbindet, stellen wir dabei „ins Schaufenster“ und zeigen, wie vielfältig, wie bunt und wie lebendig diese Städtepartnerschaft auch nach 30 Jahren ist. Als Senat haben wir dafür die CHINA TIME als Plattform geschaffen, bei der alle Organisationen, Vereine und Verbände, die sich mit China in Hamburg beschäftigen, die Möglichkeit haben, sich und ihre Veranstaltungen zu präsentieren und bei den Hamburgerinnen und Hamburgern für ihr Angebot zu werben.

Redaktions-Team: Wie Sie bereits gesagt haben, besteht die Städtepartnerschaft zwischen Hamburg und Shanghai seit Jahren. Was kennzeichnet diese Verbindung?

Wolfgang Schmidt: 30 Jahre sind in der Tat eine lange Zeit für eine Städtepartnerschaft. In dieser Zeit hat sich gezeigt, dass Hamburg und Shanghai zwei Städte sind, die gut zueinander passen. Sie sind jeweils klar die „zweiten“ Städte ihres Landes – Shanghai nach Beijing, Hamburg nach Berlin. Beide sind große Handelszentren, beide sind wichtige Hafenstädte, beide sind Städte mit einem dominanten Fluss, der das Stadtbild prägt. Insofern war es eine kluge Idee vor 30 Jahren, dass unsere beiden Städte eine Partnerschaft geschlossen haben. Und das merkt man auch heute noch im täglichen Miteinander. Es gibt viele Themen, die uns bewegen und die wir zusammen bewegen können. Hamburg spielt unter den zahlreichen Partnerstädten Shanghais eine besondere Rolle. Und Shanghai hat für uns unter den neun Hamburger Partnerstädten ebenfalls eine ganz besondere Bedeutung. Diese enge Verbindung sieht man auch an unserer eigenen „Hamburger Botschaft“ in Shanghai, dem Hamburg Liaison Office. Das Geflecht der Beziehungen zwischen Hamburg und Shanghai ist so eng und vielfältig und es gibt so viele verschiedene Bereiche der Zusammenarbeit, dass ein eigenes Büro vor Ort notwendig ist.

Redaktions-Team: Die Städtepartnerschaft wird auch auf der CHINA TIME thematisiert. Das diesjährige Motto lautet „Secret Sounds“. Was erwartet die Besucher?

Wolfgang Schmidt: Im Jahr 2014 hatten wir bei der CHINA TIME viel Erfolg mit dem Motto „Secret Signs“. Damals gab es eine beeindruckende Ausstellung, die sich mit der chinesischen Schrift, der Kalligrafie, beschäftigt und das Thema künstlerisch aufbereitete. Nun stehen am 11. und 12. Januar 2017 ja endlich die Eröffnungskonzerte der Elbphilharmonie bevor. Da lag es nah, ein solch prägendes Ereignis für die Stadt auch bei der CHINA TIME zu berücksichtigen – und deshalb setzen wir jetzt auf die "Secret Sounds", die „geheimnisvollen Klänge“. Und wenn ich auf das Programmheft blicke, finde ich unsere Entscheidung gut. Es wird eine breite Palette an kulturellen und musikalischen Veranstaltungen geben. Insofern bringen wir mit dem diesjährigen Programm China und Hamburg noch dichter zusammen und machen mit dem musikalischen Akzent auch Lust auf die Eröffnung der Elbphilharmonie.

Redaktions-Team: Vielen Dank Herr Schmidt für das Interview und den Einblick in die CHINA TIME.

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