CHINA TIME Hamburg präsentiert im Jahr 2016 den Schwerpunkt „Musik der Seidenstraße“

Orientalische Klänge bahnen sich ihren Weg von China nach Hamburg

Zur 6. CHINA TIME werden über 160 Veranstaltungen ein Fenster in den Fernen Osten öffnen. Mit dem Schwerpunkt „secret sounds“ wird China hörbar und macht ein weiteres Mal auf Hamburg als internationale Musikstadt aufmerksam.

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CHINA TIME Hamburg präsentiert im Jahr 2016 den Schwerpunkt „Musik der Seidenstraße“

Schwerpunkt „secret sounds“

Im Rahmen des Schwerpunkts „secret sounds“ haben Veranstalter der CHINA TIME 2016 zusammen mit der Kulturbehörde und der Senatskanzlei Hamburg einen besonderen Fokus ausgearbeitet: „Musik der Seidenstraße“ bringt Musiker und ihre Musik aus den Regionen der Seidenstraße nach Hamburg und macht damit einen ganz besonderen Teil dieser Verbindung zwischen Ost und West erlebbar: 

Die Seidenstraße ist eine der ältesten Routen der Welt, über die neben Waren auch Sprachen, Wissen und Kultur transportiert wurde. Heute ist der Wirtschaftsstrang der Neuen Seidenstraße - „One Belt One Road“ - im Ausbau begriffen. Ein Grund mehr, die Wurzeln der Seidenstraße neu zu suchen.

Fünfteilige Reihe "secret Sounds"

Die fünfteilige Reihe beginnt mit dem ersten Tag der CHINA TIME am 7. November im resonanzraum St. Pauli. Das Duo Soie PLUS leitet sich seinen Namen – wie die Seidenstraße selbst – von der chinesischen Seide ab, die als erster Kulturträger in den Westen kam. An diesem Abend wechseln sich rein instrumentale Stücke mit Kompositionen mit multimedialen Elementen wie Live-Elektronik, interaktiven Videos und Licht auf der Bühne ab.

Das Konzertprogramm setzt sich aus Werken von aus unterschiedlichen Ländern entlang der Seidenstraße stammenden Komponistinnen und Komponisten, multimedialen Künstlerinnen und Künstlern sowie Musikerinnen und Musikern zusammen, die neue und alte Kulturen kombinieren und damit eine neue Stimme in der aktuellen Musikszene schaffen. Der Konzertabend ist theatralisch konzipiert, wobei zwischen den einzelnen Kompositionen Zwischenspiele eingeschoben werden, in denen der Klang der traditionellen Instrumente eine zusätzliche Würze bietet. Im Anschluss werden auch die Aromen der Seidenstraße in Form von orientalischen Speisen zur Verkostung angeboten.

Im zweiten Konzert dieser Reihe entführt Arken Abdulla, der „Sohn von Eurasien“, mit seiner Band das Publikum in eine Welt zwischen Xinjiang in Nordwestchina und Spanien. Mit seiner einzigartigen Mischung von traditionellen Instrumenten und modernen Interpretationen verkörpert er eine Internationalität, die durch die Seidenstraße gewachsen ist. Die uigurischen Wurzeln seiner Musik wurden bewässert von arabischen, russischen und zentralasiatischen Einflüssen, heute trägt seine Musik die Früchte der Flamenco-Gitarre. Arken Abdulla präsentiert am 10. November im Monkeys Music Club diese besondere Mixtur, die er in seine Popsongs einfließen lässt. Der studierte Musiker ist seit 2014 Jury-Mitglied der chinesischen Erfolgsshow „The Voice Of The Silkroad“ – umso passender also, dass er den jungen Sound der Seidenstraße nun erstmals auch auf einer deutschen Bühne präsentiert.

Der aus einer Musikerfamilie stammende Feng Mantian wird das dritte Konzert dieser Reihe ausrichten. Zusammen mit dem erfolgreichen chinesischen Jungpianisten Zhang Haiou trifft mit diesen beiden Musikern am 13. November in der Laeiszhalle auch gleichzeitig Tradition auf Moderne, Unbekanntes auf Altvertrautes. Im Konzert „ZweiKlang“ harmoniert die Ruan, eine im Westen unbekannte viersaitige chinesische Laute mit den vertrauten Klängen des Klaviers. Feng Mantian erlernte bereits in jungen Jahren das Spiel auf chinesischen Saiteninstrumenten. Als Meister der Ruan ist er bis weit über die Grenzen Chinas bekannt. Zu seinem Repertoire gehören neben dem Spiel auf klassischen chinesischen Instrumenten auch die Stilrichtungen des Jazz, Blues und Rock‘n´Roll. Er ist bekannt für seine virtuosen Interpretationen auf der Ruan und wird zu Recht als Rockstar unter den Ruan-Spielern gefeiert. Bereits im Jahr 2013 gastierte Feng Mantian in der Laeiszhalle, in der er zusammen mit Joja Wendt für einen unvergesslichen Abend sorgte.

Als viertes Konzert im Rahmen des Schwerpunkts tritt eine der in ganz China bekanntesten Musikerinnen des uigurischen Musikstils Muqam auf: Sanubar Tursun singt Volks- und Kunstlieder und begleitet sich dazu auf der traditionellen Langhalslaute Dutar. Der Muqam-Stil gilt als einer der ältesten Musikstile der Welt – der uigurische Muqam wurde dabei 2005 als UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Sanubar Tursun ist als Ikone dieser Interpretationen berühmt. Sie ist am 25. November im Institut für Systematische Musikwissenschaft der Universität Hamburg zu erleben. Ihre Darbietung wird begleitet von dem italienischen Percussionisten Andrea Piccioni. Vor dem Konzert wird in einem kleinen Vortrag in die Musik eingeführt und in einem Workshop dessen wichtigste Elemente vorgestellt.

Als fünftes Element dieser Reihe findet am 9. November ebenfalls im Institut für Systematische Musikwissenschaft der Universität Hamburg ein öffentlich zugängliches Get-Together mit Musikern der Seidenstraße statt, darunter Feng Mantian, Arken Abdulla und Musikerinnen des Duo Soie PLUS. Dolmetscher werden vor Ort sein, um dem Publikum einen direkten Austausch mit den Künstlerinnen und Künstlern zu ermöglichen. Bei dem Get-Together geht es im Sinne der Seidenstraße um eine interkulturelle Zusammenkunft, bei der mittels Musik spielerisch Grenzen überwunden werden können.

Hintergrund CHINA TIME Hamburg 2016

Die Veranstaltungsreihe CHINA TIME Hamburg ist eine Initiative des Hamburger Senats, mit der die Hansestadt seit 2006 ihre herausragende China-Kompetenz alle zwei Jahre einem breiten Publikum präsentiert. Ein abwechslungsreiches Programm mit Veranstaltungen zu Kultur, Politik, Gesellschaft und Recht, Bildung und Wissenschaft, Wirtschaft und Umwelt, sowie Sport und Gesundheit soll über das Reich der Mitte und Hamburgs langjährige und enge Beziehung zu China informieren.

Zahlreiche regionale und überregionale Institutionen, Unternehmen, Stiftungen, Initiativen, Vereine und Verbände beteiligen sich mit Vorträgen, Podiumsrunden, kulturellen Projekten und praktischen Angeboten an der Veranstaltungsreihe. CHINA TIME Hamburg 2016 findet vom 7. bis 25. November 2016 statt.

Mehr Informationen unter www.chinatime.hamburg.de.

Rückfragen der Medien


Philipp Hirschfeld
Senatskanzlei – Staatsamt
Koordination CHINA TIME
Tel.: 040 / 428 31- 2458
E-Mail: Philipp.Hirschfeld@sk.hamburg.de

Simone Ollesch
Pressestelle des Senats
Tel.: 040 / 428 31- 2155
E-Mail: Simone.Ollesch@sk.hamburg.de